Startseite » Unfallfahrzeuge » Feuchtigkeit im Auto

Feuchtigkeit im Auto ist gefährlich: Es drohen Rost und Schimmel. Wer sie bemerkt, muss die Ursachen ermitteln und dann das Auto entfeuchten. Es gibt Luftentfeuchter für das Auto (siehe unten), doch auch Hausmittel können helfen: Wenn Sie eine alte Socke einer neuen Verwendung zuführen wollen, füllen Sie diese mit Reis, Kaffeepulver, Salz oder Katzenstreu. Letzteres hat sich übrigens am besten bewährt. Wenn Sie die damit gefüllte Socke nun zubinden und einfach im Auto ablegen, bindet sie die Feuchtigkeit im Auto, wenn diese nur harmlose Ursachen hat.

 

Warum ist es so wichtig, das Auto zu entfeuchten?

Feuchtigkeit im Auto ist nicht nur unangenehm, sondern wegen der Gefahren von Rost und Schimmel auch gefährlich. Daher sollten Kraftfahrer sehr aufmerksam hinschauen, wenn sie eine ungewöhnliche Feuchtigkeit im Auto bemerken. Es gilt dann, sofort die Ursachen herauszufinden, die manchmal ganz offensichtlich sind, und anschließend das Auto zu entfeuchten. Wenn Sie Glück haben und es nur hereingeregnet hat, lösen Sie das Problem mit einer (fast) einmaligen Aktion dauerhaft. Doch so einfach ist es leider nicht immer.

 

Wie kann Feuchtigkeit im Auto entstehen?

Dazu tragen manchmal dumme Zufälle bei: Sie haben den Autoschlüssel in der Hosentasche und drücken unabsichtlich und unbemerkt die Taste für Ihre Komfortöffnung. Diese bewirkt, dass sich nicht nur die Türen, sondern auch alle vier Fenster des Wagens öffnen.

So eine Funktion haben modernere Autos, damit ein in der Sonne geparktes Fahrzeug schon mal auf dem Weg dorthin entlüftet wird. Die Fernbedienungen haben dementsprechend auch eine ordentliche Reichweite. Diese kann umgekehrt dazu führen, dass Sie in größerer Entfernung und ohne Ihr Auto im Blickfeld zu haben die Komfortöffnung aus Versehen betätigen können.

Abgesehen von der Diebstahlgefahr kann das auch zur Folge haben, dass es in Ihren Wagen eine Nacht lang hineinregnet. Dann haben Sie jede Menge Feuchtigkeit im Auto. Sie müssen nun sehr rasch das Auto entfeuchten, weil es auch Schäden an der empfindlichen Elektronik geben kann. So ein Szenario ist zwar eher selten (jedoch wirklich schon passiert), aber aus vielen anderen Gründen kann Feuchtigkeit im Auto entstehen. Zu den Hauptursachen zählt Materialermüdung. Wir konstatieren folgende Gründe für Feuchtigkeit im Auto:

  • Dichtungen: Wenn die Tür- und Fensterdichtungen porös geworden sind, haben Sie unweigerlich nach einer gewissen Zeit Feuchtigkeit im Auto. Auch das Verdeck eines Cabrios kann undicht sein. Die Feuchtigkeit im Auto stellen Sie unweigerlich nach dem Herbst und/oder Winter fest. Manchmal müssen Sie auch schon nach nur einer Fahrt in die Waschanlage das Auto entfeuchten.
  • Rost: Sollte ein älteres Auto schon angerostet sein, gibt es irgendwann richtige Löcher in der Karosserie. Dieses sehen Sie nicht, weil der Teppich des Innenraums darüber liegt. Doch auf diese Weise gelangt Wasser ins Innere.
  • Defekt an der Verglasung: Sollten Sie irgendwo in einer Scheibe einen ernsthaften Riss haben, kann dort auch Wasser eindringen. Mit dieser Scheibe dürften Sie aber nicht lange unterwegs sein.
  • Regenabläufe verstopft: Das Auto hat wie das Dach eines Hauses Regenabläufe, nämlich unter anderem eine Senke zwischen der Frontscheibe und der Motorhaube. Dieser Ablauf kann durch Schmutz und Laubreste verstopfen. Sie finden dort eigentlich immer Laub, das Sie gelegentlich entfernen sollten. Dort kann sich Wasser stauen. Der Kanal für die Lüftung führt an dieser Stelle entlang. Das Gebläse befördert dann aus dieser stehenden Pfütze Feuchtigkeit in Ihren Wagen, die aus den Lüftungskanälen heraussickert.
  • Wärmetauscher und/oder Klimaanlage defekt: Auch solche Schäden führen ebenso wie verstopfte Innenfilter zu Feuchtigkeit im Auto.

Wie bemerken Sie die Feuchtigkeit im Auto?

Hierfür gibt es verschiedene Symptome. Wasserpfützen sind eher selten festzustellen, jedoch permanent beschlagene Fensterscheiben. Die Fahrer schieben das auf das Wetter, aber wahrscheinlicher ist Feuchtigkeit im Auto – vor allem dann, wenn die Scheiben auch bei trockenem Wetter von innen beschlagen. Im Winter kann sich innen sogar eine Eisschicht bilden. Klamme Sitze sind ebenfalls ein starkes Indiz dafür, dass Sie dringend das Auto entfeuchten müssen. Wenn Sie schon Moder riechen, hat sich inzwischen Schimmel gebildet.

 

Ursachen für die Feuchtigkeit im Auto ermitteln

Sie können das Auto von außen abspritzen und eine Person hineinsetzen, die genau beobachtet, wo das Wasser eintritt. Die Werkstatt hilft Ihnen auch bei der Ursachenforschung.

 

Feuchtigkeit vermeiden

Durch Kontrolle und Wartung vermeiden Sie ein feuchtes Auto. Lassen Sie Dichtungen rechtzeitig wechseln und kontrollieren Sie die Regenabläufe. Es gibt sie vorn an der Motorhaube, an den Türen und am Schiebedach. Entfernen Sie Schmutz und saugen Sie die Rinnen aus oder spülen Sie diese mit Wasser durch. Die Lüftungsschlitze müssen Sie sich auch ansehen. Verwenden Sie zum Reinigen keinesfalls Drähte oder spitze Gegenstände, weil sich dort auch Kabel befinden, die Sie mit einem spitzen Gegenstand beschädigen könnten. Gummidichtungen bleiben auch mit einem Fettstift länger elastisch.

Die Radmulden sind ebenfalls ein Eintrittsort für Feuchtigkeit. Manche Fahrzeuge haben dort Steuerungsgeräte: Das Wasser könnte diese beschädigen.

Reinigen Sie daher regelmäßig die Felgen. Rauchen im Auto erhöht übrigens auch das Risiko von Kondenswasser an den Scheiben, weil sich auf diesen ein Belag bildet, der die Kondensatbildung fördert. Inspizieren Sie die Gummimatten und den Teppich, um dort feuchte Stellen rechtzeitig zu entdecken. Steigen Sie auch nicht mit Schuhen voller Schnee ins Auto, lassen Sie keine nasse Kleidung im Kofferraum liegen und blockieren Sie nicht die Lüftung durch Gepäck. Hängen Sie nasse Fußmatten auf, damit sie trocknen. Lassen Sie in der Werkstatt die Lüftungsfilter turnusmäßig wechseln. Rost müssen Sie entfernen oder entfernen lassen.

Auto entfeuchten

Nach einem einmaligen Nässeereignis (es hat hineingeregnet) können Sie mit einer auf heiß gestellten, voll aufgedrehten Klimaanlage und auch mit einer Fahrt bei geöffneten Fenstern das Auto entfeuchten. Kombinieren Sie ruhig beides. Das dauert allerdings eine Weile. Wenn Sie ein etwas älteres Auto fahren, das Sie einfach nicht mehr richtig dicht bekommen, helfen Luftentfeuchter für das Auto. Der vorn genannte Tipp mit der Socke voll Katzenstreu hilft durchaus. Im Prinzip funktionieren Luftentfeuchter für das Auto auch nicht anders. Sie enthalten natürlich kein Katzenstreu, sondern ein feinkörniges Granulat, das aus Salzen, Tonerde, Aktivkohle oder Stärken bestehen kann – manchmal auch aus einer Mischung solcher Stoffe. Damit lässt sich relativ effektiv ein Auto entfeuchten. Diese Luftentfeuchter für das Auto haben drei Vorteile:

  • Sie sind in der Anschaffung günstig.
  • Sie sehen schicker aus als die alte Socke voller Katzenstreu.
  • Sie lassen sich wiederverwenden.


Wenn sich die Luftentfeuchter für das Auto vollgesaugt haben, weil Sie viel Feuchtigkeit im Auto haben, lassen Sie diese in der Sonne oder auf der Heizung liegen. Sie trocknen problemlos. Übrigens können Sie Luftentfeuchter für das Auto auch im heimischen Haushalt verwenden – etwa im Wäscheschrank, um dort Feuchtigkeit aufzunehmen.

 

Elektrische Luftentfeuchter für das Auto

Sie können auch mit moderner Technik Ihr Auto entfeuchten. Elektrische Luftentfeuchter für das Auto können Sie an den Zigarettenanzünder anschließen oder mit einem Akku betreiben. Der Vorteil gegenüber den Kissen besteht in der höheren Effizienz. Wenn Sie viel Feuchtigkeit im Auto haben, sollten Sie vielleicht über so eine Anschaffung nachdenken. Die elektrischen Luftentfeuchter für das Auto sind feuchtigkeitsabsorbierende und wiederaufladbare Trockner, die sich mit einem zusätzlichen Lufterfrischer kombinieren lassen. Inwieweit Sie damit permanent entstehende Feuchtigkeit im Auto eliminieren können, hängt von deren Ursache und damit auch von ihrem Umfang ab.

 

Feuchtigkeit im Auto: Fazit

Feuchtigkeit im Auto dürfen Sie nicht ignorieren. Der mittel- und langfristige Schaden kann sehr hoch sein – und zwar der Schaden für das Auto und für die Gesundheit der Insassen. Nicht zuletzt ist Feuchtigkeit im Auto ein Sicherheitsproblem. Sie führt unter anderem dazu, dass im Winter die Scheiben von innen vereisen, was Sie mit einem normalen Eiskratzer nicht so ohne Weiteres wegbekommen. Ermitteln Sie daher die Ursachen und wenden Sie geeignete Methoden an, um Ihr Auto zu entfeuchten.

 

Weitere empfohlene Artikel

Empfohlene Beiträge