Wenn der Keilriemen quietscht, hört sich das manchmal an, als ob der Motor quietscht. Was lässt sich gegen dieses Problem unternehmen?

 

Keilriemen quietscht: Was bringt ein Keilriemenspray?

Wenn zum ersten Mal Ihr Keilriemen quietscht, sind sie zunächst sehr erschrocken. Immerhin können Sie dieses Geräusch nicht deuten. Das Einzige, was Sie in diesem Moment wahrnehmen, ist die Tatsache: Der Motor quietscht! Das löst verständlicherweise große Unruhe aus, bis Ihnen jemand erklärt – oft der freundliche Mechaniker in der Werkstatt –, dass in Wahrheit Ihr Keilriemen quietscht. Zunächst sind Sie beruhigt, weil nicht Ihr Motor quietscht, denn wie hätte man das wohl einordnen sollen!

Doch der quietschende Keilriemen fällt Ihnen auch über kurz oder lang auf die Nerven. Nun gibt es allerdings Keilriemensprays. Deren Anbieter versprechen mit schöner Regelmäßigkeit, dass so ein Spray das lästige Geräusch sofort, vollständig und dauerhaft beseitigt.

Da dieses Spray nicht viel kostet, versuchen Sie das natürlich. Allerdings belehrt uns die Erfahrung leider eines Besseren. So ein Keilriemenspray erzielt nämlich, wenn überhaupt, höchstens sehr kurzzeitig eine gewisse Wirkung. Zunächst hören Sie zwar nicht mehr, dass Ihr Motor quietscht, doch nach einer nicht allzu langen Zeit starten Sie eines Morgens den Motor, fahren ein paar Meter – und Potzblitz: Ihr Keilriemen quietscht schon wieder! Das Quietschen ist doch in der Tat zurückgekehrt, wie es Ihnen Ihr Freund schon prophezeit hatte, der mit einem ähnlichen Oldtimer wie Sie unterwegs ist. Auch dessen Keilriemen quietscht manchmal. Neulich frug ihn gar seine Frau: „Sag mal – kann es sein, dass Dein Motor quietscht?“ Und so musste er sich herausreden, Ihr Freund, und ihr erklären, dass nur der Keilriemen quietscht. Jedoch hing der Haussegen danach länger schief, wie er Ihnen betrübt berichtete. Kurz und gut: Wenn der Keilriemen quietscht, hilft das Spray nicht lange. Sie können auch den verschlissenen Keilriemen auf eigene Faust nachspannen – das hilft aber auch nur bedingt weiter!

Vor allem ist Vorsicht angebracht: Der überspannte Keilriemen kann sogar die Lager derjenigen Aggregate nachhaltig zerstören, die er antreibt. Dazu gehört vor allem die Lichtmaschine. Dazu ist der Keilriemen schließlich da. Sie sollten daher an andere Maßnahmen denken, wenn Ihr Keilriemen quietscht.

Bei den wirklich überschaubaren Kosten für einen neuen Keilriemen und dessen Wechsel lohnt es sich für Sie, in die Fachwerkstatt zu fahren, wenn Ihr Keilriemen quietscht. Sie finden passende Werkstätten in Ihrer Nähe, wir helfen Ihnen dabei. Kalkulieren Sie auch gleich die geringen Kosten, die bei der einen Werkstatt noch niedriger ausfallen als bei der anderen. So können Sie noch zusätzlich den einen oder anderen Euro sparen. Außerdem vereinbaren Sie sofort einen Termin für den Wechsel Ihres Keilriemens. Riskieren Sie nicht, dass auch Ihre Frau Sie fragt, ob Ihr Motor quietscht.

Wie kann es sein, dass ein Keilriemen quietscht?

Es gibt hierfür verschiedene Szenarien, so zum Beispiel: Der Keilriemen quietscht bei Nässe und Kälte beim Start oder in anderen Situationen. Lassen Sie uns diese Szenarien betrachten und auch darauf eingehen, was denn schlimmstenfalls passieren kann, wenn der Keilriemen quietscht und welches die häufigsten Probleme mit einem Keilriemen sein können. Wenn ihr Keilriemen quietscht, weil es draußen nass und kalt ist, hält er aufgrund der Materialermüdung (er besteht vorrangig aus Gummi) das Klima nicht mehr aus. Es wäre dann an einen Wechsel zu denken. Er läuft bei Kälte und Nässe schneller oder auch langsamer als die Riemenscheibe, weil er zu hart und steif geworden ist. Das senkt seine Griffigkeit, er rutscht auf der Keilriemenscheibe durch. Kälte und Feuchtigkeit zusammen verstärken das Problem, das bei neuen Keilriemen praktisch nicht auftritt. Sollte der Keilriemen beim Start quietschen (meistens 30 Sekunden lang und auch bei gutem Wetter), ist er verschlissen. Er muss sofort gewechselt werden, weil er demnächst reißen könnte.

 

Keilriemen quietscht – oder Keilrippenriemen quietscht?

Jedermann sagt landläufig, dass der Keilriemen quietscht, doch es handelt sich heutzutage um einen Keilrippenriemen. Diese modernere Variante kann mehrere Aggregate antreiben. Sie verfügt über einen Riemenspanner. Sollte dieser defekt sein, quietscht der Keilrippenriemen. Keilrippenriemen haben zusätzliche Einkerbungen, sind auf der Innenseite mit Gewebe verstärkt, bestehen aber außen nach wie vor aus Gummi und können daher auch quietschen.

 

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Was leisten moderne Keilrippenriemen?

Sie laufen auf Riemenscheiben und treiben die Lichtmaschine, die Servopumpe, bei einem Fahrzeug mit Steuerkette die Wasserpumpe und manchmal noch weitere Aggregate an. Wenn ein solcher Keilriemen quietscht, hat das dementsprechend auch funktionelle Nachteile:

  • Die Wasserpumpe könnte nur ungenügend angetrieben werden. Damit würde der Motor nur noch ungenügend gekühlt – mit den bekannten fatalen Folgen.
  • Die Lichtmaschine könnte ungenügend angetrieben werden. Damit würde die Batterie nicht mehr ausreichend geladen werden. Irgendwann springt der Wagen dann nicht mehr an. Selbst das Licht während der Fahrt könnte schwächer werden, auch die Zündung könnte aussetzen.
  • Der Klimakompressor ist ein weiteres Aggregat, das der Keilriemen antreibt. Wenn dieser viel zu viel Schlupf hat, was das Quietschen anzeigt, funktioniert die Klimaanlage nicht mehr richtig.
  • Sollte der Keilriemen die Servolenkungen antreiben, lässt sich das Fahrzeug vielleicht nur noch sehr schwer lenken, wenn der Keilriemen quietscht.
 

Keilriemen wechseln

Lassen Sie einen quietschenden Keilriemen wechseln bzw. lassen Sie die Ursache des Quietschens überprüfen. Manchmal quietscht auch ein defektes Lager der Lichtmaschine, doch häufiger ist es der Keilriemen. Diesen müssen Sie zu geringen Kosten in der Werkstatt wechseln lassen.

 

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