Sollte der Zahnriemen gerissen sein und Symptome dafür deutlich auftreten, müssen Sie relativ schnell handeln, um einen schwereren Motorschaden zu vermeiden. Erfahren Sie in diesem Beitrag, welche Ursachen es dafür gibt, was der Zahnriemen gerissen für Kosten verursacht und wie Sie richtig reagieren, wenn Ihr Zahnriemen gerissen ist.

 

Zahnriemen gerissen: Motorschaden droht

Der Zahnriemen ist verrichtet unsichtbar eine sehr wichtige Arbeit, ist dabei ein klassisches Verschleißteil, kann zwischenzeitlich reißen und hat ohnehin eine begrenzte Lebensdauer. Wenn ein Zahnriemen gerissen ist, lässt sich regelmäßig ermüdetes Material ausmachen. Dieses kann ausfransen und sich abnutzen, bis eines Tages der Zahnriemen gerissen ist. Lassen Sie ihn turnusmäßig in der Werkstatt überprüfen: Der Hersteller gibt die Intervalle vor. Werkstätten schauen sich das Teil an und wechseln es auch prophylaktisch, bevor Sie als Fahrer eines Tages feststellen müssen, dass Ihr Zahnriemen gerissen ist und einen Motorschaden verursacht hat. Bevor der Zahnriemen gerissen ist, hat er übrigens schon seine Schwäche gezeigt.

 

Zahnriemen gerissen Symptome

  • Der Zahnriemen ist überstark gedehnt und reißt dann.
  • Er ist spannungslos.
  • Er hat ausgefranste Ränder und kleine Risse.
  • Es sind Schleifgeräusche vernehmbar.
  • Der Motor läuft unrund.
  • Sie stellen einen deutlichen Leistungsverlust fest, wenn der Zahnriemen gerissen ist.


Technisch versierte Autofahrer behalten das wichtige Bauteil im Auge, um die Zahnriemen gerissen Kosten zu vermeiden. Wenn Sie die genannten Symptome bemerken, hat Ihr Zahnriemen seine Dienste ausreichend verrichtet, doch die besten Tage liegen hinter ihm. Die Sichtkontrolle empfiehlt sich bei älteren Fahrzeugen auf jeden Fall. Bei diesen können Sie sehen, ob Ihr Zahnriemen gerissen oder zumindest stark verschlissen ist. Bei modernen Motoren ist er oft total verbaut. Doch bei diesen genügt auch die Einhaltung der üblichen Wartungsintervalle. Die Werkstatt bemerkt den Verschleiß und reagiert rechtzeitig darauf, bevor der Zahnriemen gerissen ist. Sollten Sie als Symptom eigenartige Geräusche feststellen, fahren Sie sofort in die Werkstatt. Diese Geräusche können natürlich auch andere Ursachen haben. Das muss der Fachmann beurteilen. Checken lassen müssen Sie aber auf jeden Fall, ob Ihr Zahnriemen gerissen ist. Sie vermeiden durch die rechtzeitige Reparatur einen Motorschaden.

 

Was macht der Zahnriemen?

Der Zahnriemen, der im Motor auch Synchron- oder Steuerriemen heißt, ist ein Treibriemen mit Zahnung. Diese läuft formschlüssig in einer gezahnten Riemenscheibe. Der Zahnriemen hat Eigenschaften eines Flachriemens und einer Kette. Auf seiner Innenseite befinden sich Zähne, die in das Zahnrad eingreifen. Die Vorteile der Bauweise sind:

  • Die Formschlüssigkeit erlaubt die Übertragung hoher Kräfte bei relativ geringer Vorspannung.
  • Die Zahnung verhindert Schlupf. Dadurch lässt sich ein Zahnriemen zur Steuerung einsetzen.


Die Kraft überträgt ein eingebetteter Zugstrang. Auf der Innenseite findet sich abriebfestes Gewebe, das den Verschleiß der Zähne mindert. Genormt sind Zahnriemen in den DIN ISO 5296, DIN 7721 und ISO 13050. Im Auto treibt die Kurbelwelle den Zahnriemen an, dessen Zähne wiederum weitere Aggregate des Motors antreibt. Die Nockenwellen- und Ventilesteuerung ist dringend auf die ordnungsgemäße Funktionsweise des Zahnriemens angewiesen. Dieser synchronisiert im Motor zeitliche Abläufe und steuert, wie sich die Ventile öffnen und schließen. Sollte er überdehnt sein, fehlt ihm schon die nötige Riemenspannung: Er überspringt. Dadurch arbeiten die Ventile und der Motor unregelmäßig. Wenn der Zahnriemen gerissen ist, fällt der Motor aus.

 

Zahnriemen gerissen oder überdehnt: Was passiert genau?

Die Folgen eines überdehnten oder gerissenen Zahnriemens sind beinahe gleich. Mit überdehntem Zahnriemen läuft der Motor extrem unrund. Wenn der Zahnriemen gerissen ist, treibt der Motor weiter die Kurbelwelle an, doch die Nockenwelle dreht sich nicht mehr. In diesem Moment trifft mindestens ein Kolben auf ein Ventil, was den Motor, den Kolben und das Ventil ernsthaft beschädigt. Die enormen Kräfte der Kurbelwelle verbiegen oder zerstören auch den Ventilschaft, die Nockenwelle und/oder den Zylinderkopf. Der Motor kann sogar einen Totalschaden erleiden. Das hängt übrigens auch davon ab, in welcher Fahrsituation (bei welcher Drehzahl) der Zahnriemen gerissen ist.

 

Kontrolle des Zahnriemens

Die Werkstätten wissen um die Gefahren eines verschlissenen Zahnriemens und kontrollieren ihn daher regelmäßig. Er besteht aus Gummi oder Kautschuk, aus Kunstharz und weiteren Bestandteilen wie Metall und Glasfaser. Die Materialien ermüden zwangsläufig, sie nutzen sich ab und können auch ausfransen. Spätestens bei der Inspektion prüft die Werkstatt daher den Zahnriemen standardmäßig und erneuert ihn nötigenfalls bei deutlichen Verschleißanzeichen auch prophylaktisch. Die Kfz-Werkstätten verfügen über Equipment und die erforderliche Kompetenz, um auch kleinere, bislang noch fast unsichtbare Ermüdungserscheinungen identifizieren zu können. Auch kontrollieren sie die Riemenspannung während der Inspektion und justieren diese nötigenfalls nach.

 

Warum reißt ein Zahnriemen?

Dass die Materialermüdung die Gefahr eines Zahnriemenrisses birgt, ist bekannt und wurde auch schon ausführlich dargestellt. Dem lässt sich durch eine regelmäßige Wartung begegnen. Daher dürfte der Riss eigentlich nicht aus heiterem Himmel kommen. Dennoch berichten Autofahrer, dass ihr Zahnriemen gerissen ist, obgleich sie mit dem Wagen kurz zuvor bei der Inspektion waren. Dafür kommen diese Ursachen infrage:

  • Montagefehler
  • Fehler beim Justieren an den Spann- und Umlenkrollen
  • falsche Riemenspannung
  • Lagerschäden
  • Öl oder Schmutz am Zahnriemen
  • Mängel am Zahnriementrieb (neben Spann- und Umlenkrollen auch Wasserpumpe und Einspritzpumpe eines Dieselmotors)

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Zahnriemenriss während der Fahrt

Wenn bei einer Fahrt der Zahnriemen gerissen ist, können Sie kaum sehr lange weiterfahren. Sie hören einen Knall und einen Schlag im Motorraum, der Motor wirkt anschließend kaum noch oder gar nicht mehr auf den Antrieb. Lenken Sie nach rechts, stellen Sie das Fahrzeug ab und lassen Sie sich abschleppen. Die Fachwerkstatt muss das genaue Problem ermitteln und beheben. Schalten Sie den Motor nicht erneut ein, weil Sie damit riskieren, dass ohne funktionierenden Zahnriemen die Kolben mit den geöffneten Ventilen zusammenschlagen, was zu großen Beschädigungen führt. Die Schäden am Zylinderkopf und am Motor würden umgehend (siehe oben).

 

Zahnriemen gerissen Kosten

Welche Kosten verursacht die Reparatur? Das hängt wie immer vom Modell ab, doch auch die Art des schon entstandenen Schadens spielt für die Kosten der Reparatur eine erhebliche Rolle. Am wenigstens kostet der reine Wechsel des Zahnriemens. Die Preisspannen sehen wie folgt aus:

  • neuer Zahnriemen: 59 – 221 Euro
  • Arbeitsleistung: 131 – 339 Euro
  • Spannrolle: 59 – 69 Euro
  • Montage der Spannrolle: 61 – 199 Euro
  • Gesamtkosten: 310 – 828 Euro


Bei einzelnen Modellen kann es auch Abweichungen geben. Teurer wird es, wenn schon Ventile, der Zylinderkopf oder andere Motorteile beschädigt wurden. Hierfür lassen sich keine Pauschalpreise nennen, weil das Ausmaß des Schadens sehr unterschiedlich sein kann. Wiederum spielt auch das Fahrzeugmodell eine Rolle. Jedem Kraftfahrer dürfte aber klar sein, dass ein kapitabler Motorschaden richtig viel Geld kostet. Daher ist es extrem wichtig, sofort anzuhalten und den Motor abzustellen, wenn der Zahnriemen gerissen ist.

 

Haftet jemand, wenn der Zahnriemen gerissen ist?

Bei Gebrauchtwagen stellt sich manchmal die Frage, ob der (gewerbliche) Verkäufer für einen Zahnriemenriss haftet. Das ist fast durchweg zu verneinen, wenn der Wagen ordentlich gewartet wurde. Da die meisten gewerblichen Händler die Gebrauchtwagen vor dem Verkauf nochmals einer Inspektion unterziehen, ist das Szenario praktisch auszuschließen, dass sie einen sehr stark verschlissenen Zahnriemen übersehen, der demnächst reißen könnte. Anders sähe es beim privaten Verkauf aus, doch private Verkäufer schließen regelmäßig per Vertrag jede Gewährleistung aus, was auch rechtens ist. Wenn Sie also mit einem soeben gekauften Gebrauchtwagen einen Zahnriemenriss erleiden, können Sie wohl kaum jemanden dafür haftbar machen – es sei denn, der Wagen wäre kurz vor dem Verkauf anstandslos durch die HU gegangen und danach wäre der Zahnriemen gerissen. Solche Fälle sind unserer Redaktion aber nicht bekannt.

 

Zahnriemenriss vorbeugen

Wenn Sie das Auto regelmäßig zur Inspektion schaffen, beugen Sie am ehesten dem gefürchteten Zahnriemenriss vor.

 

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