Der Motor gilt als Herzstück jedes Autos. Er besteht aus filigranen Bauteilen und gehört zu den komplexesten Bestandteilen eines Fahrzeugs. Schäden am Antriebsaggregat sind, vor allem bei aggressiver Fahrweise, keine Seltenheit. Besonders die Zylinderkopfdichtung wird stark beansprucht, sodass ein Defekt an diesem Bauteil nicht auszuschließen ist. Wenn eine Undichtigkeit auftritt, dann sollte schnell gehandelt werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Wir zeigen Ihnen, wofür das wichtige Bauteil überhaupt erforderlich ist und woran Sie eine defekte Zylinderkopfdichtung erkennen. Außerdem erklären wir, wie ein Austausch vorgenommen werden kann und was das Zylinderkopfdichtung wechseln für Kosten verursachen kann.

Welche Aufgabe hat die Dichtung am Zylinderkopf?

Die Zylinderkopfdichtung befindet sich zwischen dem Motorblock und dem Zylinderkopf, der für den Halt von Zünd- oder Glühkerzen sowie den Ventilen verantwortlich ist. Sicherlich ließe sich das Motor auch aus einem Teil herstellen, allerdings würde dies zu erhöhten Produktionskosten sowie einer unmöglichen Reparatur beschädigter Bauteile führen. Die komplexe Dichtung verhindert also das Austreten von Abgasen und Motoröl aus der Brennkammer sowie den Eintritt von Kühlflüssigkeit. Denn innerhalb des Motorblocks und des Zylinderkopfes befinden sich auch die Kühlkanäle, in denen die Kühlflüssigkeit zirkuliert. Eine Vermischung von Öl und Kühlflüssigkeit sollte unbedingt vermieden werden, damit der Motor langfristig funktionieren kann

Warum kann eine Zylinderkopf-Dichtung kaputt gehen?

Die Kopfdichtung ist starken Belastungen ausgesetzt, die früher oder später zu einem Schaden am Bauteil führen. Die chemischen Bestandteile von Motoröl oder Kühlflüssigkeit greifen das Material an und machen es porös. Darüber hinaus treten hohe Temperaturen von über 300 Grad Celsius auf, welche die Dichtung in ihrer Funktion beeinträchtigen. Bei den Zündungen in den Brennräumen entstehen Drücke bis zu 200 bar, die auf die Kopfdichtung wirken. Ein modernes Bauteil besteht aus einem Trägerblech aus Metall, das mit hitzebeständiger Kunststoffmasse überzogen wird. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass eine Zylinderkopf-Dichtung im Laufe der Jahre ihre Funktion verliert und keine Dichtigkeit mehr gewährleistet. Der Austausch ist also nicht ungewöhnlich.

Wie lässt sich die Kopfdichtung bestmöglich pflegen?

Die Lebensdauer einer Kopfdichtung ist vor allem von den thermischen Belastungen abhängig. Hohe Temperaturen sind daher unbedingt zu vermeiden. Eine rasante Fahrweise mit hohen Motordrehzahlen führt dazu, dass das Antriebsaggregat zu heiß wird und die Dichtung somit beeinträchtigt wird. Allerdings kann es auch aufgrund einer defekten Wasserpumpe oder Schäden am Ventilator dazu kommen, dass die Dichtung ihre Funktion verliert. Alte Fahrzeuge, die lange stehen und nur wenig gefahren werden, haben meist ebenfalls mit Problemen zu kämpfen. Wenn Sie einen Motorschaden reparieren lassen, sollte die Werkstatt auf die richtige Montage achten. Ein falsches Drehmoment oder ein schiefer Zusammenbau kann bereits nach kurzer Fahrzeit zu einem Schaden führen. Es ist wichtig, auf das richtige Kühlmittel sowie einen ausreichenden Flüssigkeitsstand zu achten, um einen Schaden an der Kopfdichtung zu verhindern.

Welche Indizien sprechen für eine defekte Zylinderkopfdichtung?

Es gibt mehrere Hinweise, die darauf schließen lassen, dass die Dichtung am Zylinderkopf gewechselt werden sollte. Eines der häufigsten Indizien sind Rückstände vom Motoröl im Kühlwasser. Durch die defekte Dichtung gelangt das Öl in den Kühlkreislauf, wo es für eine leichte Schaumbildung im Kühlwasserbehälter sorgt. Andersrum sind auch Wassertropfen auf dem Ölpeilstab zu finden. Ein Blick unter die Motorhaube kann also helfen, die defekte Dichtung zu erkennen. Allerdings muss ein Schaden nicht zwingend zur Vermischung der Flüssigkeiten führen. Bei leichten Undichtigkeiten kommt es lediglich zu einer Verfärbung der Auspuffgase, einem unruhigen Motorlauf oder Feuchtigkeitsbildung am Motorblock. Auch die Kühlmitteltemperatur ist ein Indiz für einen Schaden. Im Zweifel ist es sinnvoll, entsprechende Unstimmigkeiten von einer Fachwerkstatt untersuchen zu lassen.

Wann sollte die Dichtung gewechselt werden?

Die Dichtung am Zylinderkopf hält rund 150.000 Kilometer oder sollte alle zehn Jahre gewechselt werden. Sobald die zuvor genannten Hinweise auf einen Defekt auftreten, sollten Sie jedoch schon vorzeitig in die Werkstatt fahren. Die erfahrenen Mitarbeiter können Ihnen sagen, ob tatsächlich ein Defekt an der Dichtung vorliegt. Dann sollte das Bauteil schnellstmöglich gewechselt werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Übrigens: Die Dichtung wird immer gewechselt, wenn der Zylinderkopf gelöst wurde. Das Bauteil kann nicht mehrfach verwendet werden, da die Dichtigkeit in diesem Fall nicht mehr gewährleistet wäre.

Führt eine defekte Zylinderkopfdichtung zum Motorschaden?

Es ist nicht untypisch, dass eine defekte Zylinderkopfdichtung zum Motorschaden führt. Bei kleineren Undichtigkeiten kommt es lediglich zu einem unruhigen Motorlauf oder farblich veränderten Abgasen. Sobald sich Motoröl und Kühlflüssigkeit jedoch zu stark vermischen, sind kapitale Motorschäden vorprogrammiert. Sowohl Schmierung als auch Kühlung sind nicht mehr ausreichend sichergestellt. Sollte zu viel Kühlflüssigkeit in den Brennraum gelangen, kommt es zum sogenannten Wasserschlag. Die Flüssigkeit lässt sich nicht komprimieren, sodass sich beispielsweise die Pleuelstangen verbiegen. Andersrum führt das Motoröl im Kühlkreislauf dazu, dass die Kanäle verstopfen und die Kühlung nicht mehr funktionsfähig ist. Auch, wenn das Zylinderkopfdichtung wechseln Kosten verursacht die nicht zu unterschätzen sind, ist es günstiger, als wenn Sie einen Motorschaden reparieren lassen müssen.

Welche Kosten fallen beim Wechsel der Dichtung an?

Die Dichtung als neuwertiges Ersatzteil ist nicht teuer. Dennoch kann das Zylinderkopfdichtung wechseln Kosten verursachen, die im vierstelligen Bereich liegen. Insgesamt ist der Preis für einen Wechsel vom Hersteller, der Werkstatt und dem entsprechenden Schaden abhängig. Bei kleineren Fahrzeugen ist der Austausch innerhalb von vier Stunden abgeschlossen, bei anderen Modellen können bis zu zehn Arbeitsstunden erforderlich sein. Dafür fallen Kosten zwischen 500 und 1500 Euro an. Teuer wird es, wenn die defekte Dichtung bereits für Folgeschäden gesorgt hat. Wenn der Zylinderkopf verzogen ist, muss die Dichtfläche geschliffen werden, damit die funktionsfähige Dichtigkeit wieder erzielt wird. Neben den Kosten für die Dichtung und die Arbeitszeit, dürfen auch sonstige Verbrauchsmittel nicht vergessen werden. Nach einem Austausch der Kopfdichtung sollten auch Motoröl und Kühlflüssigkeit gewechselt werden, um eine mögliche Vermischung der Flüssigkeiten auszuschließen. Sollten dabei starke Rückstände festgestellt werden, kann auch eine Reinigung des Kühlsystems notwendig sein.

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Wer kann die Zylinderkopf-Dichtung wechseln?

Das Zylinderkopfdichtung wechseln kann Kosten, aber auch einen hohen Arbeitsaufwand bedeuten. Selbst erfahrene Schrauber sollten daher von einem selbstständigen Wechsel der Dichtung absehen. Damit die Dichtung gewechselt werden kann, müssen zunächst Zahnriemen und Steuerkette entfernt werden, ohne dabei die Steuerzeiten zu verändern. Die Dehnschrauben müssen in der richtigen Reihenfolge aus- sowie eingeschraubt werden und die Drehmomente aller Schrauben müssen berücksichtigt werden. Hierfür gibt der Hersteller die entsprechenden Werte vor. Generator und Klimakompressor könnten je nach Fahrzeug ebenfalls im Weg sein. Für den Wechsel ist Spezialwerkzeug, etwa das präzise Haarlineal, notwendig. Die Werkstatt weiß genau, wie der Austausch vorzunehmen ist und welche Teile neu eingebaut werden müssen, damit die Funktionsfähigkeit und Standfestigkeit des Motors erhalten bleiben.

Was gibt es zu beachten?

Wenn Sie Ihr Fahrzeug ohnehin in die Werkstatt geben, sollten Sie auch über einen Austausch des Zahnriemens nachdenken. Für den Wechsel der Dichtung am Zylinderkopf muss der Riemen abgenommen werden, sodass ein neues Ersatzteil für wenig Geld montiert werden kann. Außerdem kann die Werkstatt das Spiel der Ventile prüfen und die Ventilschaftdichtungen wechseln. Auf diese Weise sparen Sie Arbeitskosten, wenn die Reparaturen in den kommenden Monaten erforderlich gewesen wären. Bei alten Fahrzeugen, beispielsweise Oldtimern, die lange Zeit in der Garage standen, sollte der Zylinderkopf auf Risse überprüft werden. Auch, wenn diese Arbeiten zusätzliche Kosten verursachen, kann sich der erhöhte Arbeitsaufwand in den kommenden Monaten oder Jahren wieder auszahlen. Fragen Sie Ihre Werkstatt nach einem guten Angebot für sämtliche Arbeiten, dann sparen Sie einige Euros.

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