Zylinderkopf im Auto

Auch wenn es in der öffentlichen Wahrnehmung nicht gut um den Verbrennungsmotor steht und seine Zeit vor dem Hintergrund klimafreundlicherer Alternativen sogar in einigen Bereichen abgelaufen scheint, hat dieser in den vergangenen einhundert Jahren einen absoluten Siegeszug in der Automobilwelt gefeiert. Ohne die revolutionäre Erfindung des Verbrennungsmotors wäre unser Leben, wie wir es heute kennen, in keiner Weise vorstellbar, denn in der Industrie und Mobilität sind auf der Grundlage dieser Antriebstechnik wahre Quantensprünge geschehen.

Ein essenzieller Bestandteil jedes Verbrennungsmotors ist dabei der Zylinderkopf. Wenn Sie Ihr privates Fahrzeug, wie auch der Großteil der anderen Autofahrer, nach wie vor nicht mit Strom, sondern mit Kraftstoff befüllen, um bequem von A nach B zu gelangen, so können Sie sich sicher sein, dass der Zylinderkopf hierbei eine zentrale Rolle spielt. Die meisten Autobesitzer haben sicherlich bereits vom Zylinderkopf oder auch von der Zylinderkopfdichtung gehört und diese vage im Motor verortet. Doch der Aufbau und die Funktion dieses Bauteils sind hingegen oft unbekannt.

Dieser Ratgeber hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, Autofahrern ein wenig Hintergrundwissen rund um den Zylinderkopf zu verschaffen und außerdem mögliche Motorschaden Ursachen oder Defekte genauer unter die Lupe zu nehmen. Durch die Informationen dieses Artikels werden Sie auf Tipps und Tricks in der alltäglichen Nutzung aufmerksam gemacht und Sie bekommen ein besseres Verständnis für Ihren Freund auf vier Rädern.

 

Zylinderkopf: Aufbau

Kaum ein Bauteil des Motors ist so komplex wie der Zylinderkopf Aufbau. Diese Tatsache begründet sich darin, dass der Zylinderkopf eines Autos mehrere Aufgaben auf einmal übernimmt und somit diversen Anforderungen gerecht werden muss. Der Zylinderkopf schließt den Verbrennungsraum eines Motors nach oben hin ab und besteht meist aus einer Leichtmetalllegierung, um den hohen Temperaturen und Kräften gewachsen zu sein. Zudem ist der Zylinderkopf neben dem Motorblock auch mit dem Kurbelwellengehäuse verbunden. Damit der darunter liegende Brennraum optimal funktionieren kann, sind diverse essenzielle Vorrichtungen im Zylinderkopf integriert:

  • Einlass- und Auslassventile,
  • Einspritzdüsen,
  • Nockenwellen und
  • Zündkerzen

befinden sich allesamt unmittelbar im Zylinderkopf. Angesichts dieses komplexen Aufbaus verwundert es nicht, dass der Zylinderkopf zu den wertvollsten Bauteilen des Motors gehört.

Da im Motorblock die Verbrennung des Gemisches aus Luft und Kraftstoff stattfindet, sieht sich auch der darauf montierte Zylinderkopf extremen Belastungen ausgesetzt. Die Ingenieure in den Entwicklungsbüros der großen Autohersteller waren sich dessen wohl bewusst und haben somit in der Planung der Zylinderköpfe besonders auf Stabilität und hochbelastbare Materialien gesetzt. Das Ergebnis hiervon ist ein sehr zuverlässiger Aufbau, der im absoluten Großteil aller Fälle ein Autoleben lang hält und Sie als Autofahrer sicher ans Ziel bringt.

 

Aufgaben von Zylinder und Zylinderkopf im Motor?

Wie bereits erwähnt, wird im Motor eines Autos Kraftstoff in geregelter Weise verbrannt. Ermöglicht wird dieser physikalische Vorgang durch die Verdichtung im Zylinderraum, aus der die Antriebskraft eines jeden Verbrennungsmotors entsteht. Während der Zylinder also die Basis der Mobilität darstellt, ist der Zylinderkopf dafür verantwortlich, den Brennraum nach oben hin luftdicht abzuschließen und die reibungslose Funktion sicherzustellen. Darüber hinaus übernimmt der Zylinderkopf mit seinem wohldurchdachten Aufbau zwei weitere essenzielle Funktionen für den Betrieb des Motors:

  1. Wird das Luft-Kraftstoffgemisch über den Zylinderkopf in den Brennraum geleitet. Die im Zylinderkopf angebrachten Ventile sorgen für eine ununterbrochene Versorgung des Motors mit der richtigen Menge an Kraftstoff.
  2. Muss die bei der Verbrennung entstehende Hitze durch ein verlässlich funktionierendes Kühlsystem über den Zylinderkopf abgeführt werden, um ungewollten Materialverschleiß auszuschließen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die Zylinderkopfdichtung zu erwähnen, welcher die Aufgabe zufällt, Motorblock und Zylinderkopf zu verbinden und für die nötige Dichte zu sorgen. Damit die Zylinder den bestehenden Lasten und Temperaturen standhalten können, muss der Motor stets optimal geschmiert sein. Mittels dafür angebrachter Einlass- und Auslasskanäle wird über den Zylinderkopf auch das dafür notwendige Öl zugeführt.

Die zentralen Aufgaben des Zylinderkopfs sind also:

  • Zufuhr des Luft-Kraftstoffgemischs,
  • Motorkühlung,
  • Schmierung des Motors und
  • Verschluss und Abdichtung des Verbrennungsraums.

 

Zylinderkopfdichtung: Die Dichtung im Zylinderkopf

Der Zylinderkopfdichtung kommt eine besondere Stellung innerhalb des Gefüges aus Motorblock und Zylinderkopf zu. Zwar wird auch bei der Zylinderkopfdichtung auf hochwertiges Material gesetzt, doch steht es im Vergleich zu den speziellen Metallen des Motorblocks oder Zylinderkopfs ein ganzes Stück schlechter, um die Langlebigkeit bzw. die Zuverlässigkeit der Dichtung. Versagt die Zylinderkopfdichtung in ihrer vorgesehenen Funktion, so ist der Motor schnell einer erheblichen Gefahr ausgesetzt. Zunächst kann es zu einer sinkenden Kompression des Motors und einem daraus resultierenden Leistungsabfall des Fahrzeugs kommen. Bemerken Sie bei Ihrem Fahrzeug ein solches Symptom, ist höchste Alarmstufe angesagt, denn nur schnelles und entschiedenes Handeln kann den bevorstehenden Motorschaden dann abwenden. Bei einer defekten Zylinderkopfdichtung kann nämlich einerseits Öl ins Kühlwasser gelangen, was zu einer verminderten Schmierwirkung und erhöhtem Materialverschleiß im Motorblock führt. Andererseits wird aufgrund der defekten Zylinderkopfdichtung der Weg für das Kühlwasser in den Zylinder frei. Da sich das Wasser aber nicht in gleicher Weise wie der Kraftstoff verdichten lässt, wird bei einem solchen Szenario ein gravierender Schaden am Motor verursacht. Der resultierende Wasserschlag, bedingt durch ein Versagen der Zylinderkopfdichtung, führt vor allem bei Gebrauchtwagen überraschend schnell zum Eintritt eines Motorschadens oder gar zum wirtschaftlichen Totalschaden.

Kosten der Zylinderkopfdichtung

Hauptsächlicher Kostenfaktor beim Wechseln der Zylinderkopfdichtung oder Zylinderkopfdichtung Prüfen ist die Arbeitszeit, welche nötig ist, um zum betreffenden Bauteil vorzustoßen. Damit die Zylinderkopfdichtung gewechselt werden kann, muss der gesamte Zylinderkopf demontiert werden, was auch mit dem Entfernen aller zugehörigen Komponenten verbunden ist. Die Demontage des Zylinderkopfs und die erneute Montage nach dem Wechseln der Zylinderkopfdichtung stellt somit einen relativ aufwendigen Vorgang dar, der selbst einen ausgewiesenen KFZ-Fachmann mehrere Arbeitsstunden kosten wird. Selbst für versierte Hobbyschrauber gibt es hierbei leider keine Alternative, denn beim Umgang mit dem Zylinderkopf ist extreme Vorsicht geboten. Wird aufgrund fehlenden Fachwissens nicht sachgerecht mit dem Zylinderkopf hantiert, können erhebliche Schäden entstehen, die dann im Nachgang eine regelrechte Explosion der Kosten bewirken. Je nach Modell des Motors sind niedrigere oder höhere Gesamtkosten für die Reparatur der Zylinderkopfdichtung zu erwarten, weil die erforderliche Arbeitszeit von der Komplexität des Motoraufbaus abhängig ist. Grundsätzlich müssen Sie sich als Autobesitzer aber durchaus auf eine endgültige Abrechnung im hohen dreistelligen Bereich einstellen, wenn Sie die Zylinderkopfdichtung Ihres Fahrzeugs in die Werkstatt bittet. Ist der Zylinderkopf einmal abgebaut, kommt auch das Wechseln des Zahnriemens sehr gelegen, da das Bauteil an sich für vergleichsweise wenig Geld erhältlich ist und außerdem kaum zusätzliche Werkstattstunden für das Wechseln des Zahnriemens anfallen.

 

Mögliche Defekte am Zylinderkopf und dessen Bauteilen

Heutige Verbrennungsmotoren sind aufgrund der durchlaufenen Entwicklung und der stetigen Verbesserung überaus zuverlässig und verschleißarm. Defekte an Bauteilen des Zylinderkopfs sind somit zwar möglich, doch weitaus seltener als Schäden an anderen Bauteilen des Fahrzeugs, da der Zylinderkopf ebenso wie der gesamte Motor generell kein Verschleißteil ist. Betrachtet man diese selten auftretenden Defekte im Detail, so lassen sich allerdings eine ganze Reihe verschiedener Schadensursachen am Zylinderkopf feststellen. Dies liegt selbstverständlich daran, dass der Zylinderkopf über einen derart komplexen Aufbau verfügt und somit Defekte unterschiedlicher Ausprägungen entstehen können. Liegt ein Zylinderkopf Defekt oder ein Schaden an der Zylinderkopfdichtung vor, betrifft dieser unmittelbar den Motor selbst, da all diese Bauteile, stark voneinander abhängig sind.

Besonders an Motoren, die bereits eine beträchtliche Laufleistung aufweisen, kann es über die Jahre durch intensive Nutzung des Autos zu Materialverschleiß kommen. Unzureichende Schmierung, fehlendes Frostschutzmittel oder auch gravierende Fehlnutzung des Autos können Defekte am Zylinderkopf begünstigen und letztlich einen Motorschaden provozieren. Bei allen Fahrzeugen – egal ob Jahreswagen oder alter Gebrauchtwagen – sei Autobesitzern aus diesem Grund die regelmäßige Wartung des Autos in einer Kfz-Werkstatt nachdrücklich ans Herz gelegt.

Wie kann ein Zylinderkopf kaputt gehen?

Bei Komponenten, die ein so komplexes Aufgabenfeld erfüllen, wie der Zylinderkopf es tut, ist die Bandbreite möglicher Schäden ebenso groß. Die oftmals von Autobesitzern gestellte Frage, wie ein Zylinderkopf kaputt gehen kann, ist somit nicht ganz leicht zu beantworten und führt schließlich zu diversen Schadensursachen, welche bei Gebrauchtwagen auftreten können. Ein plötzlicher Verschleiß, der unmittelbar einen gravierenden Motorschaden bewirkt, ist dabei sehr selten. Üblicherweise kommt es beim Zylinderkopf zu einem schleichenden Verschleißprozess, der durch rechtzeitige und sorgfältige Wartung entdeckt werden kann.

Wurden in Ihrem Fahrzeug minderwertige Materialien verwendet oder liegt eine Schwächung der Bauteile aufgrund erheblicher Laufleistung vor, so kann der Zylinderkopf auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen werden. Durch sehr hohe Temperaturen ist es möglich, dass sich der Zylinderkopf verzieht. Die Ursache dessen kann beispielsweise eine nicht voll funktionsfähige Kühlung oder ein defektes Thermostat sein, denn in diesem Szenario wird die im Motorblock entstehende Hitze nicht wie eigentlich vorgesehen über den Zylinderkopf abtransportiert. Der Schaden, welcher dabei am Zylinderkopf auch in kurzer Zeit verursacht werden kann, geht bis hin zum Riss des Kopfes. Dann versagt der Zylinderkopf in seiner Funktion als Aufbau auf dem Motorblock und beschleunigt das Auftreten eines gravierenden Defekts an Ihrem Auto.

Motorblock und Zylinderkopf ausgebaut

Was passiert, wenn der Zylinderkopf bei meinem Auto defekt ist?

Ihnen als Leser ist bereits klar, welche Aufgaben der Zylinderkopf hat. In der Folge ist es ebenso offensichtlich, dass das Auto ohne einen intakten Zylinderkopf nicht bewegt werden sollte bzw. nicht bewegt werden kann. Setzen Sie die Fahrt wissentlich oder unwissentlich trotz eines defekten Zylinderkopfs fort, ist der Motorschaden ihres Autos unausweichlich. Was unter technischen Aspekten im Detail passiert, wenn der Zylinderkopf bei einem Auto defekt ist, ist, vereinfacht gesagt, davon abhängig, welches Bauteil zuerst nachgibt und damit ein Auto mit Motorschaden einläutet. Bereits durch eine defekte Zylinderkopfdichtung kann es zur Unterbrechung des Kühlkreislaufs und des Ölkreislaufs kommen. Ohne die essenzielle Abdichtung findet das Kühlwasser unter Umständen einen fatalen Irrweg in den Zylinder und sorgt dort für den berüchtigten Wasserschlag.

Selbst kleinste Haarrisse im Zylinderkopf führen darüber hinaus in den Anfangsstadien zu einem Leistungsabfall des Motors, der bei gegebener Aufmerksamkeit auch von Ihnen als Autofahrer bemerkt werden kann. Bei diversen Schadensursachen und Defekten des Zylinderkopfes ist eine ungewöhnlich hohe Temperatur des Motors bei alltäglichen Fahrten zu beobachten. Bleiben die notwendigen Schritte in einer solchen Situation aus und es wird nichts gegen die ständige Temperaturbelastung auf das Material unternommen, tritt früher oder später eine gefährliche Überhitzung des Motors ein. Im schlimmsten Fall geht diese Überhitzung bis hin zur Schmelze der Zylinderkolben, die den Motor des Autos schließlich das Leben kostet, da eine Reparatur bei einer derartigen Schadensdiagnose ausgeschlossen ist.

 

Wie kann Defekten des Zylinderkopfes vorgebeugt werden?

Die Notwendigkeit gewissenhafter Wartung und regelmäßiger Servicetermine kann im Hinblick auf die Kosten bei einem defekten Zylinderkopf gar nicht genug betont werden. Das Ignorieren von Symptomen eines defekten Zylinderkopfes hingegen begünstigt eine Situation, in der Sie ein gravierender Motorschaden zur Kasse bittet. Die Prävention eines defekten Zylinderkopfes oder einer kaputten Zylinderkopfdichtung sollte daher auch die Aufmerksamkeit gegenüber klassischen Anzeichen wie eine ungewöhnlich hohe Temperaturanzeige oder ein matt wirkender Motor beinhalten. Um den Zylinderkopf nicht unnötig hoher Belastungen auszusetzen und den Motor generell zu schonen, sollte das Auto stets warm gefahren werden und starke Beschleunigungen im kalten Zustand gemieden werden.

Autobesitzern bleibt zudem ein weiterer Tipp, wie das Wohl der Zylinderkopfdichtung im Auge behalten werden kann: Sie können in regelmäßigen Abständen den Deckel des Kühlwasserbehälters öffnen und das Kühlwasser auf Öl untersuchen. Abrieb und Ölrückstände im Kühlwasser deuten auf eine ungenügende Abdichtung und Materialverschleiß im Motorblock hin, der schleunigst von einer Fachwerkstatt überprüft werden sollte. Schaumartige Rückstände auf der Innenseite des Deckels und auffällige Ölschlieren im Kühlwasser sind Indizien, die sich auch von Laien relativ zuverlässig entdecken lassen. Analog dazu können Autoeigentümer den Ölbehälter auf Kühlwasser untersuchen, indem sie etwa den Peilstab unter die Lupe nehmen, an dem sich bei einem Defekt der Zylinderkopfdichtung häufig kleine Wassertröpfchen anhängen. Sinken die Füllstände von Öl und Kühlwasser nach wenigen gefahrenen Kilometern wieder sichtbar ab, ohne dass sich bei längeren Standzeiten Lachen unter dem Auto einsammeln, sollte dies als weiteres Anzeichen für einen defekten Zylinderkopf gewertet werden, weil es durch die unzureichende Abdichtung und damit einhergehende Fehlfunktion zu einem erhöhten Verbrauch dieser Flüssigkeiten kommt.

 

Schaden am Zylinderkopf

Nachdem sich die erste Aufregung rund um den defekten Zylinderkopf gelegt hat, fällt der Blick auf das weitere Vorgehen nach der Schadensdiagnose. Hierbei bedarf es gründlicher Überlegungen, denn der komplexe Aufbau des Zylinderkopfs macht eine Motorinstandsetzung bei vielen Gebrauchtwagen zu einer sündhaft teuren Angelegenheit, die gut überdacht werden sollte. Selbst wenn der KFZ-Fachmann nicht sofort den wirtschaftlichen Totalschaden diagnostiziert und Ihnen eine Reparatur als möglichen Ausweg empfiehlt, sollten Sie sich immer die Zeit nehmen, eine zweite professionelle Meinung zum weiteren Vorgehen einzuholen. Leider verhält es sich mit alternden Fahrzeugen in der Realität oft so, dass Autobesitzer zu lange immer neue Investitionen in das eigene Auto stecken, bis erkannt wird, welch hohe Gesamtkosten dadurch in nur wenigen Nutzungsjahren angefallen sind. Insofern ist es nicht auszuschließen, dass ein gravierender Motorschaden, wie er beim Versagen des Zylinderkopfs mit einiger Wahrscheinlichkeit auftritt, einen passenden Zeitpunkt darstellt, sich von dem Altwagen zu trennen.

Als Eigentümer sollte Ihnen bewusst sein, wie schnell auch nach der Reparatur des Zylinderkopfs ein anderes Bauteil des Motors verschleißen kann und Sie erneut einen Werkstattaufenthalt aus dem durch das private Auto gepeinigten Finanzhaushalt bezahlen müssen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn Sie zuerst einen defekten Zylinderkopf unter Aufwendung einer vierstelligen Summe reparieren lassen und im folgenden Jahr keine TÜV-Plakette und HU für den schadensanfälligen Gebrauchtwagen bekommen, da der Rost an allen Ecken und Enden sein Werk vollbracht hat.

Motorschaden durch defekten Zylinderkopf

Ist der Zylinderkopf in seiner Funktion gestört, kann schon in der Anfangsphase von einem Motorschaden Symptom gesprochen werden. Wie heftig letzterer am Ende ausfallen wird, hängt einzig und allein davon ab, wie lange das Auto unter diesen Voraussetzungen weitergefahren wird. Häufig kann es bereits helfen, den Zylinderkopf zu reinigen oder eben die Zylinderkopfdichtung ersetzen zu lassen. Zwar verursachen beide Maßnahmen Werkstattkosten, doch kommen Sie als Eigentümer des Gebrauchtwagens in jedem Fall glimpflicher davon, als wenn Sie Symptome des Motors, wie z.B. ein hoher Verbrauch der Motorflüssigkeiten, ignorieren und auf Biegen und Brechen unbeeindruckt weiterfahren.

Wird das Auto während der Fahrt von einem Versagen des Zylinderkopfs ereilt, so sind die Reparaturkosten nämlich bei weitem nicht die einzigen Rechnungen, die Sie im Nachgang zu begleichen haben. Ein Motorschaden während Sie auf dem Weg zu einem wichtigen Geschäftstermin sind oder wenn Sie mit ihrer Familie in den wohlverdienten Urlaub reisen möchten, kommt zur absoluten Unzeit und verursacht große Ärgernisse. Da Ihr Wagen dann nicht mehr fahrfähig ist, wird in diesem Szenario ein Abschleppdienst benötigt und je nachdem, wo Sie der plötzliche Motorschaden aufs Trockene setzt, müssen Sie dafür entsprechend tief in die Tasche greifen. Auf die persönlichen Unannehmlichkeiten, welche stets mit einem Motorschaden unterwegs einhergehen, soll an dieser Stelle gar nicht weiter eingegangen werden, denn allein die zusätzlichen Motorschaden Kosten machen eine solche Situation zum Albtraum aller Besitzer eines Gebrauchtwagens.

Kann man den Zylinderkopf wechseln?

Wurde Ihnen als Autobesitzer bei Ihrem Wagen von einem KFZ-Fachmann die Diagnose eines defekten Zylinderkopfs gestellt, kann der Wechsel des Zylinderkopfs unter gewissen Voraussetzungen in Betracht gezogen werden. Eine wichtige Bedingung vor dem Wechsel des Zylinderkopfs an Ihrem Auto ist, die Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens zweifellos zu bejahen. Damit ist gemeint, dass Sie die hohen Kosten für diese Instandsetzung bewusst auf sich nehmen sollten und vorab klären sollten, ob sich dieser Eingriff angesichts der Laufleistung Ihres Gebrauchtwagens lohnt. Ist die voraussichtliche Nutzungsdauer Ihres Wagens aber noch erheblich und der Restwert des Autos übersteigt deutlich die Kosten für den Wechsel des Zylinderkopfs, können Sie die Reparatur desselben mit gutem Gewissen bei der Werkstatt ihres Vertrauens in Auftrag geben. Im Zuge des Wechsels wird auch die Zylinderkopfdichtung erneuert, da diese im Regelfall bei einem defekten Zylinderkopf ebenfalls nicht mehr gut in Schuss ist. Zahnriemen und Wasserpumpe zu ersetzen, bietet sich in diesem Zusammenhang ebenfalls an, wenn schon einmal eine derart weitreichende Demontage der Bauteile am Motor durchgeführt wurde, wie sie zum Wechsel des Zylinderkopfes erforderlich ist.

Ist der Wechsel des defekten Zylinderkopfs bei Ihrem Auto nützlich, weil der Restwert des Wagens die kostenaufwendige Reparatur wirtschaftlich in einen sinnvollen Kontext setzt, lohnt es sich, einen Kostenvoranschlag durch verschiedene Werkstätten durchführen zu lassen und dabei das beste Angebot zu wählen. Je nach Region und Art der Werkstatt können die Stundensätze der Mechatroniker nämlich durchaus variieren. Bei einer Instandsetzung, deren Kosten zum Großteil durch die nötige Arbeitszeit entstehen, ist der Vergleich zwischen unterschiedlichen Werkstätten eine praktische Möglichkeit, den eigenen Geldbeutel etwas zu schonen.

Welche Kosten entstehen durch einen defekten Zylinderkopf?

Wird der Zylinderkopf ausgetauscht, sollte man sich allerdings nicht aus Angst vor den anfallenden Kosten auf eine stiefmütterliche Durchführung der Reparatur einlassen. Da Sie nun bereits wissen, welche Aufgaben Zylinder und Zylinderkopf haben, ist folglich auch logisch und offensichtlich, dass Defekte an anderen Bauteilen leicht zu einem erneuten Motorschaden führen können. Umso wichtiger ist es, dass Sie versuchen einen erneuten Motorschaden vermeiden. Selbst, wenn dies weitere Investitionen für Sie als Autobesitzer bedeutet, sollten die am Aufbau des Zylinderkopfs angebrachten Aggregate, wie Zahnriemen oder Steuerkette, im Zuge der Reparatur behandelt werden. Zu den fraglos beachtlichen Kosten für den Wechsel des Zylinderkopfs summieren sich also noch einige weitere Arbeitsstunden und zusätzliche Ersatzteile, wodurch sich die endgültigen Kosten leicht im mittleren vierstelligen Bereich ansiedeln können.

Haben Sie sich aber einmal zur Reparatur entschlossen, wird es sich langfristig als die richtige Entscheidung herausstellen, wenn Sie in diesem Zusammenhang Gründlichkeit vor eventuellen Ersparnissen priorisieren. Lassen Sie sich dazu hinreißen, eine unsachgemäße Instandsetzung des Zylinderkopfes oder der Zylinderkopfdichtung zu akzeptieren, um dabei kurzfristig weniger der schmerzhaften Finanzeinbußen hinnehmen zu müssen, riskieren Sie, den neuen Zylinderkopf schon bald aufgrund eines beeinflussenden Verschleißes an einem anderen Bauteil zu beschädigen. Eine solche Kalkulation wird sich demnach in keinem Fall als klug erweisen und der nächste Schaden ist damit maximal um einige Monate verschoben.

 

Alternative zur Zylinderkopf Reparatur

Im Zuge der Überlegungen, was nach der Diagnose „kaputter Zylinderkopf“ nun am besten zu unternehmen sei, tun Sie gut daran, auch eine Neuanschaffung als realistische Option in Betracht zu ziehen. Ist der Zylinderkopf oder eine defekte Zylinderkopfdichtung der einzige Mangel an einem Wagen, der noch keine 100.000 km auf dem Kilometerzähler aufgespult hat, kommt der Verkauf selbstverständlich nicht als bevorzugtes Mittel infrage. Bevor Sie allerdings ihr Erspartes in die Reparatur eines Autos investieren, um dessen Zustand es generell nicht gut bestellt ist, sollten Sie den gleichen Geldbetrag lieber für die Neuanschaffung eines zuverlässigeren Fahrzeugs verwenden. Bei Ankaufunternehmen können Sie Ihr Auto mit Motorschaden verkaufen, ohne weitere Reparaturen, um schnell wieder mobil zu sein.